Höchste Zeit - Parität jetzt!

Wecker klingelt dynamisch nach 12 Uhr
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Der Bayerische Landesfrauenrat (Bay. Lfr) fordert in einer Resolution die geschlechetergerechte Besetzung politischer Gremien und Positionen. Parlamente sind – auf Bundes-, Landes-, regionaler und kommunaler Ebene – wesentliche Orte der gesellschaftlichen und politischen Willensbildung und Gestaltung. Frauen – die Mehrheit der Bevölkerung – müssen hier entsprechend vertreten sein. Die Vize-Präsidentin des Bay. Lfr und EFB-Vorstandsmitglied, Katharina Geiger, stellt fest, "Frauen dürfen in Deutschland seit gut 100 Jahren wählen, aber dürfen sie auch gleichberechtigt Politik mitbestimmen?". Die Besetzung der Wahllisten nach Parité-Regeln ist ein demokratisches Muss, dafür stehen die Evangelischen Frauen in Bayern ein. Die Forderung nach paritätischer Wählbarkeit ist Voraussetzung für die angemessene Vertretung und Durchsetzung politischer Belange und Interessen der Frauen in diesem Land. Der Anteil von Frauen im Deutschen Bundestag sowie in vielen Landtagen ist seit Jahren rückläufig, und – mit durchschnittlich rund 30 Prozent – im europäischen Vergleich unbefriedigend. Im Gegensatz dazu weisen Länder wie Spanien und Frankreich, die seit langem Paritätsregelungen haben, Frauenanteile von weit über 40 Prozent in ihren nationalen Parlamenten auf. Es kommt darauf an, innerparteiliche Strukturen und Kulturen so zu gestalten, dass sie für Frauen attraktiv und hinreichend durchlässig sind, um eine angemessene Repräsentanz von Frauen in politischen Parlamenten herbeizuführen.