Aufbruch und Kontinuität:

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 Mitgliederversammlung der Evangelischen Frauen in Bayern

Am 17. April 2026 trafen sich Vertreterinnen der Mitgliedsorganisationen der Evangelischen Frauen in Bayern (EFB) zur ordentlichen Mitgliederversammlung in München. Die Versammlung stand im Zeichen fachlicher Information, organisatorischer Weichenstellungen und personeller Erneuerung. 

Zu Beginn begrüßte Kirchenrat Michael Wolf die Anwesenden im Landeskirchenamt und überbrachte die Grüße der Landeskirche. In seinem Grußwort verwies er auf die notwendigen Einsparungen und appellierte daran, den „Muskel Vorstellungskraft“ zu trainieren. Anschließend referierte Linn Loher aus dem Referat „Chancengerechtigkeit“ der ELKB zum aktuellen Stand der Novellierung des kirchlichen Gleichstellungsgesetzes. Ihr Vortrag gab einen fundierten Überblick über die geplanten Änderungen, die Zielsetzungen der Novelle und die nächsten Schritte im Gesetzgebungsprozess. Die anschließende Diskussion zeigte deutliches Interesse an konkreten Umsetzungsmöglichkeiten und an der Rolle der EFB in der Begleitung dieses Prozesses.

Der Vorstandsbericht fasste die Aktivitäten, Herausforderungen und Erfolge der EFB in der laufenden Amtszeit von September 2021 bis April 2026 zusammen. Schwerpunkte waren die organisatorische Neuaufstellung aufgrund der Mittelstreichung seitens der Landeskirche, die Stärkung digitaler Kommunikationswege und die Weiterentwicklung frauenpolitischer Positionen. Besondere Erwähnung fanden die neuen Formate wie „EFB im Gespräch“ und der regelmäßig erscheinende Newsletter, die die Mitgliederbeteiligung erhöhten. 

Obwohl im letzten Jahr keine hauptamtliche Geschäftsstelle mehr bestand, gelang es, Strukturen zu modernisieren, die homepage auf neusten Stand zu bringen, Dokumentationen zu digitalisieren und das Adress- und Kommunikationsmanagement zu optimieren. 

Die EFB bleibt aktiv in der Frauenpolitik: Sie wirkt im Bayerischen Landesfrauenrat mit, setzt sich für Themen wie Frauenarmut, Wahlbeteiligung und gesellschaftliche Teilhabe ein und bringt kirchenpolitische Positionen zur Frauenförderung ein. Auch mit KI werden sich Frauen weiterhin kritisch auseinandersetzen. 

Erstmals wurden zwei Fördermitglieder in die EFB aufgenommen, ein Schritt, der neue Unterstützungsmöglichkeiten eröffnet. Bei den Neuwahlen wurden folgende Personen in den Vorstand gewählt: Dr. Johanna Beyer (Deutscher Evangelischer Frauenbund, Landesverband Bayern e.V.), Katharina Geiger (Deutscher Evangelischer Frauenbund, Landesverband Bayern – Freundeskreis e.V.), Monika Siebert-Vogt (Verein für internationale Jugendarbeit Landesverein Bayern e.V.)) und Dr. Katharina Städtler (Evangelische Akademikerschaft LV Bayern e.V.). Zum 1. Mal wurde zudem eine Beisitzerin gewählt: das neu aufgenommene Fördermitglied und bisherige Vorstandsmitglied Sabine Rüdiger-Hahn. 

Die Mitgliederversammlung machte deutlich: Die Evangelischen Frauen in Bayern stehen vor anspruchsvollen Aufgaben, verfügen aber über die Bereitschaft und die Kompetenzen, diese anzugehen. Die Öffnung für Fördermitglieder, die personelle Verstärkung des Vorstands und die verstärkte Nutzung digitaler Formate sind wichtige Schritte für die Zukunft. Der Vorstand dankte allen Engagierten für ihren Einsatz und rief dazu auf, die Arbeit gemeinsam weiterzutragen. „Die EFB wird ihre frauenpolitische Stimme in Kirche und Gesellschaft weiterhin hörbar vertreten,“ betonte der neue Vorstand nach seiner Wahl.

Katharina Geiger mit dem EEB-Vorstand